CBT "Konjunktur"


In diesem CBT (computer based training) können sie sich in Einzel- und Partnerarbeitarbeit (immer wenn verlangt) ein Grundwissen zum Thema Konjunktur aneignen.

Gehen Sie das Programm Schritt für Schritt durch, lesen Sie genau, was Sie tun müssen, (weiss unterlegte Felder) überprüfen Sie selber die eigenen Lösungen und vergewissern Sie sich am Schluss immer, ob Sie das Ziel erreicht haben und alle Aufträge in der verlangten Qualität ausgeführt haben.

Am Ende des Programms finden Sie Übungen und den Termin für die Prüfung zum Lernstoff "Konjunktur".

Für schnelle Lernende ist ein Additum (Zusatzstoff, der nicht geprüft wird) am Schluss des Programms aufgeführt.

Fragen Sie allenfalls die Lehrperson und gehen Sie erst dann zum nächsten Schritt!!


Schritt 1

Im Thema Konjunktur geht es um das Auf und Ab in unserer Wirtschaft. Manchmal wächst unsere Wirtschaft und dann wieder lesen wir von Rezession und Entlassungen in den Betrieben.

  • Lesen Sie als Einstieg die Geschichte "Das grüne Kleid" am Bildschirm  so genau, dass Sie nachher Fragen zum tieferen Sinn der Geschichte beantworten können.

(Wenn die Geschichte Ihnen gut gefällt, können Sie sie auch ausdrucken)

   

Geschichte: Das grüne Kleid

   

Fragen zur Geschichte


Schritt 2

Was bedeutet der Begriff "Konjunktur" überhaupt?

  • Lesen Sie in Ihrem Dossier die Seiten 1 und 2 und markieren Sie die wichtigen Aussagen. Ziel: Sie können den Begriff "Konjunktur" definieren.

Wie misst man überhaupt das wirtschaftliche Wachstum?

  • Zu dieser Frage klicken Sie auf den Link "Wirtschaftswachstum", lesen die Infos und beantworten die beiden Fragen zur Grafik. Weil die Grafik nicht ganz einfach zu interpretieren ist, gehen Sie anschliessend zur Lehrperson und begründen Ihre Antworten. Warum war das Wachstum ausgerechnet im Jahr xxxx geschrumpft???
     

  • Lesen Sie anschliessend den Text zur aktuellen Wirtschaftsprognose der Schweiz beim Link "Prognosen aktuell". Fragen Sie Begriffe, die Sie nicht verstehen bei der Lehrperson nach, Sie müssen den Inhalt des Textes verstanden haben! Berichten Sie der Lehrperson in einem kurzen Gespräch, wie die aktuellen Prognosen aussehen und begründen Sie Ihre Meinung mit 5 Aussagen aus dem Text.

     

Wirtschaftswachstum

     

Prognose aktuell


Schritt 3

Konjunkturzyklus

Die Entwicklung der Wirtschaft unterliegt Schwankungen. Sie verlaufen nach einem bestimmten, wellenförmigen Muster. Diese Auf- und Abwärtsbewegungen einer Volkswirtschaft wiederholen sich fortlaufend und werden Konjunkturzyklus genannt.

Konjunkturforscher haben versucht, gewisse Gesetzmässigkeiten in der Entwicklung der Wirtschaft zu erkennen und diese in einem typischen Muster, einem so genannten Konjunkturzyklus, darzustellen. Ein Zyklus gliedert sich in vier Phasen. Die einzelnen Phasen sind aber in Wirklichkeit nicht so exakt voneinander zu trennen. Auch die Dauer und die Stärke der Ausschläge eines solchen Zyklus sind sehr unterschiedlich.

  • Lassen Sie sich durch folgende PowerPoint-Präsentation den Konjunkturzyklus erklären.

  • Zeichnen Sie aus dem Gedächtnis den Konjunkturzyklus auf ein Arbeitsblatt. Wenn Sie nicht weiter kommen -> nochmals Präsentation durchklicken und einprägen.

  • Suchen Sie einen Lernpartner, der diesen Lernschritt auch bereits absolviert hat und erklären Sie ihm und er Ihnen (ohne Zeichnung!), wie ein Konjunkturzyklus verläuft.

   

Konjunkturzyklus in 4 Phasen

 

Übertragen Sie nun Ihr theoretisches Wissen auf praktische Beispiele:

  • Besprechen Sie mit Ihrem Lernpartner, was in den einzelnen Konjunkturphasen in der Tabelle im Dossier auf Seite 3 mit den Indikatoren (Messgrössen) passiert. Wachsen diese oder werden sie kleiner?

Antwort 6


Schritt 4
Dass es wirtschaftliche Schwankungen gibt haben wir nun gesehen. Jetzt stellt sich die Frage nach den Gründen für diesen steten Wechsel der Konjunkturphasen.
Es gibt fünf Theorien, warum die Konjunktur nach einem Aufschwung und einer Boomphase fast immer einen Abschwung und umgekehrt durchmacht.
  • Lesen die fünf Theorien still für sich durch (Link "Theorien") und notieren Sie Ihre zusammenfassenden Darstellungen dazu im Dossier Konjunktur auf Seite vier.
  • Erklären Sie anschliessend Ihrem Lernpartner drei der fünf Theorien so, dass er sie versteht. Machen Sie dies wirklich: Gehen Sie zusammen auf den Gang und tragen Sie einander die Theorien in eigenen Worten vor! Nur dann wissen Sie, ob Sie es können! Denken Sie daran, bei Fragen hilft die Lehrperson gerne.

Theorien

Vernetztes Denken!

  • Holen Sie sich einen Kopfhörer bei der Lehrperson und schauen Sie sich  den Ausschnitt
    "Der heisse Lohnherbst"
    aus der Sendung "10 vor 10" vom 18. August 2008 an.
  • Beantworten Sie auf einem Arbeitsblatt die Frage "Was hat dieser Bericht mit dem Unterrichtsthema Konjunktur zu tun?" in mindestens vier korrekten Sätzen.
  • Zeigen Sie Ihre Antwortsätze der Lehrperson.

"Der heisse Lohnherbst"


 

Schritt 5

Konjunkturpolitische Massnahmen

Am besten für eine Volkswirtschaft wäre es, wenn die Konjunkturschwankungen möglichst klein wären und der Wohlstand gleich bleibt oder sich sogar langsam vergrössert.

Auch für den Staat ist das ein Ziel und er greift deshalb bewusst in das Wirtschaftsgeschehen ein mit seiner Konjunkturpolitik (Summe aller staatlichen Massnahmen zur Steuerung des Wirtschaftsverlaufes).

Darf der Staat überhaupt eingreifen?

  • Beurteilen Sie diese Frage selber: Artikel 100 der Bundesverfassung (Konjunkturartikel) gibt Ihnen Antwort. Notieren Sie Ihre Antwort im Dossier Seite 4 unten.

Bundesverfassung Art. 100

Antwort 7


Schritt 6

Wie soll der Staat eingreifen?

Er hat im Prinzip 2 Möglichkeiten: Die folgende Präsentation gibt Ihnen darüber detailliert Auskunft.

  • Sehen Sie sie genau an, überlegen Sie sich, wie Sie sich die Inhalte merken können.

  • Wenn Sie die Inhalte im Griff haben, gehen Sie zur Lehrperson und erklären Ihr ohne Unterlagen, wie der Staat in die Wirtschaft eingreifen kann und was er damit bewirkt.

Der Staat greift in die Wirtschaft ein

Vernetztes Denken!

  • Holen Sie sich einen Kopfhörer bei der Lehrperson und schauen Sie sich  den Ausschnitt
    "Wirtschaftskrise in Europa"
    aus der Sendung "10 vor 10" vom Mai 2010 an.
  • Beantworten Sie auf einem Arbeitsblatt die Frage "Welche Indikatoren verwendet der Bericht für die Prognose, dass Spanien und anderen Ländern eine Krise bevorsteht?" in mindestens vier korrekten Sätzen.
  • Zeigen Sie Ihre Antwortsätze der Lehrperson.

Wirtschaftskrise in Europa


Schritt 7

Um die wirtschaftlichen Berg- und Talfahrten möglichst auszugleichen, kann (und muss) also der Staat korrigierend eingreifen. Auch die  Konsumentinnen und Konsumenten können mit einem "antizyklischen Verhalten" die Wirtschaft und somit ihre Zukunft steuern.
Wie das zu verstehen ist, erfahren Sie im Text "antizyklisch handeln" von Walter Wittmann.
  • Lesen Sie den Text durch (ev. ausdrucken) und beachten Sie die Worterklärungen hier unten.
  • Erklären Sie den Inhalt des Textes zusammengefasst Ihrem Lernpartner. Haben Sie Ihn verstanden? Fragen an die Lehrperson.

"antizyklisch handeln"

Worterklärungen zum Text "antizyklisch handeln"
 

zyklisch

periodisch, regelmässig, sich wiederholend

antizyklisch

handeln gegen den Zyklus

prozyklisch

handeln mit dem Zyklus

Kapazität

Fassungsvermögen

Rezession

Wachstumsrückgang, schlechte Wirtschaftslage

Konsumkredit

Darlehen für die Beschaffung von Konsumgütern

Aktien

Wertpapiere, Geldanteile

Baisse

Kurs fällt, Tiefpunkt im Zyklus

Kurs

Gehandelter Wert auf dem Markt zum Tag X

Fondsmanager

Fachmann der Aktien/Obligationen / ... verwaltet, diese platziert, kauft, verkauft, im Auftrag seines Kunden

Illusionen

Täuschungen, Unwirklichkeiten, falsche Vorstellungen

Hausse

Kursanstieg, Boom, Wirtschaftsblüte

Fiskalpolitik

Fiskus = Steuerkasse -> Geldpolitik

Fed

Federal Funds Rate, Rate des Geldmarktzinssatzes in den USA

Indikatoren

Anzeiger, Messinstrumente

Überhitzung

Wirtschaftlich: Starker Boom

Optimismus

Zuversicht, Vertrauen in die Zukunft

Euphorie

Hochstimmung, Hochgefühl

Pessimismus

Skepsis, Schwarzseherei


Übungen

In Ihrem Dossier finden Sie auf Seite 5 und 6 die Übung 1 zum Gelernten. Es geht darum zu zeigen, dass Sie Ihr Wissen auf verschiedene Bereiche der Wirtschaft übertragen können.
  • Lösen Sie die Übung und kontrollieren Sie Ihre Antworten hier

Lösung Übung 1

Übung 2 (freiwillig)

Lösung Übung 2


Test

Der Test zum Grundwissen Konjunktur findet statt:

Nach Ansage der Lehrperson

 


Mehr Wissen für schnelle Lernende

Wie wird Wohlstand geschaffen?
Dazu gibt es verschiedene Theorien. Eine davon, die heute als "linke" Wirtschaftstheorie immer noch den Sozialdemokraten und Gewerkschaften als Idealbild dient, hat John M. Keynes entwickelt.

  • Lesen Sie seine Gedanken und machen Sie sich Ihre eigenen dazu.

Wirtschaftstheorie von John M. Keynes

Macht denn Wohlstand überhaupt glücklich?
  • Lesen Sie den Text "Unglückliche Pendlergesellschaft" beim nächsten Link und
  • notieren Sie 5 Kernaussagen zu diesem Text.
  • Besprechen Sie mit einem Lernpartner, was wirklich glücklich macht im Leben
  • halten Sie die Ergebnisse schriftlich fest.

"Unglückliche Pendlergesellschaft"

Wie sieht es heute mit unserer Konjunktur aus?
  • Klicken Sie auf nebenstehenden Link und sehen Sie sich einen Teil der Tagesschau vom 22. Juli 2010 an. Welche Prognose stellen Sie für die nächsten Monate, nachdem Sie nun einiges über das Thema Konjunktur gelernt und erfahren haben?

"Der schweizer Wirtschafts geht es ..."